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Heinrich Severloh: Die Todfeinde von Omaha Beach

Heinrich Severloh: Die Todfeinde von Omaha Beach

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Description

Die schicksalhafte Begegnung zweier Männer steht für den Wahnsinn des Krieges: Am 6. Juni 1944 standen sich der deutsche Schütze Heinrich Severloh, damals 21, und der Amerikaner David Silva, damals 19, am Strand von Omaha Beach als Feinde gegenüber. Severlohs Befehl lautete, den Strandabschnitt gegen die alliierten Truppen zu verteidigen. Der deutsche Soldat schoss sieben Stunden lang auf die Angreifer. Mit insgesamt 12.000 Schuss aus seiner MG soll er nicht weniger als 2.500 Mann getroffen haben und tötete vermutlich als einziger Soldat mehr Menschen als jeder andere. David überlebte schwer verletzt. 60 Jahre nach dem Massaker treffen sich die Todfeinde von einst wieder - am Strand von Omaha Beach. Das Widerstandsnest 62, war ein befestigter und teilweise verbunkerter deutscher Stützpunkt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, welcher sich an der Küste der Normandie befand. Die Bekanntheit dieser Verteidigungsstellung rührt aus der Tatsache, dass die US-amerikanischen Landungstruppen, welche 1944 im Rahmen der Operation Overlord anlandeten, durch das Abwehrfeuer dieser Stellung enorm hohe Verluste erlitten haben. Das Widerstandsnest 62 umfasste ein ca 332 × 324 Meter großes Areal, welches etwa 50100 Meter von der Küstenlinie entfernt war. Es befand sich etwa einen Kilometer nördlich von Colleville-sur-Mer auf einer in Richtung Hinterland etwa 20 Grad ansteigenden Erhebung aus Kalkstein. Die unterschiedlichen Stellungen und Bauten dieses Stützpunkts waren 10 bis 50 Meter über dem Meeresspiegel gelegen und erlaubten einen relativ guten Überblick über das davorliegende Strandgelände. Als die Operation Overlord begann, fiel der Bereich des Widerstandsnest 62 in den amerikanischen Landeabschnitt Omaha Beach. Es lag hierbei genau an der Grenze der Unterabschnitte Easy Red und Fox Green. Die Besatzung des Widerstandsnestes 62 setzte sich aus Angehörigen der 716. Infanteriedivision (27 Soldaten) und aus Angehörigen der 352. Infanteriedivision (13 Soldaten) zusammen. Insgesamt also lediglich 40 Soldaten. Hauptaufgabe der 13 Soldaten der 352. Infanteriedivision war es hierbei, das Artilleriefeuer der im Hinterland liegenden Geschützbatterien zu lenken. Unter anderem waren diesem Stützpunkt zugeteilt: * Oberleutnant Bernhard Frerking (Feuerleitoffizier) * Leutnant Grass (stellvertretender Feuerleitoffizier) * Oberfeldwebel Pie * Wachtmeister Ewald Fack (Fernmelder) * Unteroffizier Beermann * Unteroffizier Förster * Obergefreiter Krieftewirth * Obergefreiter Brinkmeier * Obergefreiter Kuska * Obergefreiter Peter Lützen * Obergefreiter Theo Brinkbäumer * Gefreiter Heinrich Severloh (Bursche von Oberleutnant Frerking, im Stützpunkt eingesetzt als Maschinengewehrschütze am MG 42) * Gefreiter Franz Gockel (Maschinengewehrschütze an einem der beiden polnischen Beute-MGs) * Gefreiter Flossmann * Gefreiter Kowalski * Gefreiter Kwiatkowski * Gefreiter Hans Selbach * Gefreiter Kurt Wernecke (Funker) * Gefreiter Michel Schnichels * Gefreiter Bersik * Oberschütze Bruno Plota * Grenadier Herbert Schulz (Funker) * Soldat Heckmann Das Widerstandsnest 62 wurde, wie auch die anderen 14 Widerstandsnester im Landeabschnitt Omaha, am frühen Morgen des 6. Juni 1944 von amerikanischen B-24-Bombern angegriffen. Dabei wurden (insbesondere im südlichen, landeinwärts gerichteten Teil der Stellung) Schäden verursacht. Anschließend beschossen angloamerikanische Kriegsschiffe die zukünftigen Landezonen. Gegen 6:30 Uhr näherte sich die erste von insgesamt elf Wellen amerikanischer Landungstruppen dem Strand vor dem Widerstandsnest 62. Durch das vom Stützpunkt aus gelenkte Artilleriefeuer und insbesondere auch durch das Maschinengewehrfeuer des Gefreiten Heinrich Severloh, der etwa 12.000 Schuss MG-Munition verschoss, wurden den Landungstruppen enorm hohe Verluste zugefügt. Severloh und Gockel schossen zusätzlich zum MG-Feuer jeweils noch 400 gezielte Einzelschüsse mit ihren Karabinern auf die Landungstruppen ab. Gegen 15:30 Uhr verließen die letzten Überlebenden den Stützpunkt und zogen sich ins Hinterland zum Widerstandsnest 63 zurück, welches entgegen der offiziellen Namensgebung lediglich ein verbunkerter Befehlsstand - also ohne Schießscharten und installierte Waffen - war. Diesen Unterstand erreichten die Überlebenden um 16:30 Uhr. Buch Tipp: Heinrich Severloh: WN 62 Erinnerungen an Omaha Beach Normandie, 2006 Dokumentation: Regie: Alexander Czogalla, Musik: Frequenzberater. Produktion: Spiegel TV, 2004
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